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[Boxart] Name: Anno: Erschaffe eine neue Welt

Publisher: Ubisoft

Genre: Strategie

Spieleranzahl: 1-2

Pegi: 3+

USK: Ohne Alterseinschränkung

Release: 20.05.2009



Anno: Erschaffe eine neue Welt


Mit Anno: Erschaffe eine neue Welt kommt die Erfolgsserie nun endlich auf einer stationären Konsole. Ob das gut geht und ob es überhaupt Spaß macht lest ihr im folgenden Test.



Einleitung
Anno soll Anno bleiben, so die Entwickler. Schon nach wenigen Minuten Spielzeit stellt sich heraus, dass sie Recht haben. Noch immer ist das Grundprinzip Häuser bauen, Wirtschaft aufbauen und Steuern einnehmen. So fängt jede Neubesiedelung mit einem Kontor an. Schnell sind die ersten Häuser gebaut und auch die erste Molkerei steht schon. Es fallen die knall bunten Dächer auf. Ein rotes Dach tragen die Wohnhäuser, ein gelbes die Produktionshäuser, ein türkisfarbiges die öffentlichen Einrichtungen wie Kirchen oder Badehäuser, ein gelbes Dach besitzen die Produktionsanlagen und ein lila Dach gehört zu den Weiterverarbeitungsanlagen.




Spielprinzip
Je nachdem welche Fruchtbarkeit eine Insel hat, können dort verschiedene Waren abgebaut werden. Durch einen Brunnen, freischaltbar durch das Technologiesystem, ist es möglich die Fruchtbarkeit des Landes für eine bestimmte Ware zu erhöhen. Ist ein Land für eine bestimme Ware nur zu 50% geeignet, so sind die Erträge der jeweiligen Abbauanlage auch nur 50%, es wäre also lohnender, diese Ware auf einer Insel mit 75% oder 100% Fruchtbarkeit abzubauen. Inseln können bereits früh neu besiedelt werden. So wird die Werft bereits früh im Spiel freigeschaltet und ist in der Lage, ein neues Schiff zu produzieren. Ein Verlagern der Ware ist nicht nötig, alle Inseln greifen auf ein Warenkonto zu. So fallen Handelsrouten zwischen verschiedenen Inseln komplett weg.

Expandiert man klug, und baut alle nötigen Waren in ausreichenden Mengen ab, steigen die Bewohner auf. Es gibt 5 Stufen: Pioniere, Siedler, Bürger, Patrizier und Aristokraten. Auch die Siedlung selbst kann aufsteigen, dazu später mehr. Die Bewohner möchten, mit jeder Stufe die sie aufsteigen, mehr Waren. So möchten die einfachen Pioniere lediglich Nahrung. Für den Aufstieg zum Siedler sind aber eine Kapelle und Milch notwendig. Sobald diese Voraussetzungen geschaffen sind, bauen die Einwohner mit ein wenig Holz ihre Hütten auf und erreichen so den Status des Siedlers. Dieser ist glücklich, solange er die Waren hat, die für den Aufstieg notwendig waren. Sollte diese Ware ausgehen, so informiert einen das Spiel über diese Lage. Nun muss für Nachschub gesorgt werden, damit die Siedler nicht die Siedlung verlassen. Ist eine bestimme Einwohneranzahl in einer Siedlung erreicht, so steigt die Siedlung auf. Vom einfachem Fischerdorf bis zur Hauptstadt sind es 5 Stufen. Mit jeder Stufe beeindruckt ihr den Orient. Dieser überlässt euch nach jedem Stufenaufstieg einer Siedlung eine neue Technologie. Darunter Spezialgebäude wie das Teehaus, dass eure Einnahmen steigert, Upgrades, die eure Schiffe schneller werden lassen oder andere, spezielle Technologien. Je mehr ihr den Orient beeindruckt, desto eher erhaltet ihr Seekarten. Diese eröffnen neue Inseln, die ihr besiedeln könnt. Spezialgebäude wie die Orientalische Botschaft helfen euch dabei. Ein dem Achievements ähnliches System unterstützt euch ebenfalls den Orient zu beeindrucken. So erhaltet ihr Medaillen für eine bestimmte Anzahl an gehorteten Waren, eroberten Inseln oder angeforderten Spezialisten.

Spezialisten sind auf der Karte herumsegelnde Charaktere. Steuert man diese mit einem Schiff an, bieten die Spezialisten ihre Dienste an. Dazu müssen bestimmte Voraussetzungen vorhanden sein. Einige Spezialisten, möchten, dass man bereits auf 3 Inseln siedelt, bevor er die Bauzeiten der Werft verringert. Andere Spezialisten möchten, dass sämtliche Kontoren und Marktgebäude aufgerüstet werden, bevor dieser die Wirtschaft beschleunigt. Sollte man die Voraussetzung erfüllen, so erhält man die Kontrolle über das Schiff. Die Fähigkeit der Spezialisten ist auf jeweils eine Insel beschränkt. Das Schiff wird an einen freien Standabschnitt zu einem Kontor ähnlichen Gebilde auseinander gebaut. Sollte man die Fähigkeit des Spezialisten auf einer anderen Insel benötigen, so reicht ein kleiner Klick und schon wird das Gebilde in ein Schiff umgebaut und der Spezialist kann auf eine andere Insel umziehen.




Militär:
Das sogenannte Endlosspiel kann im Grunde genommen bis in alle Ewigkeit weitergespielt werden. Es kann aber auch durch einen militärischen Konflikt beendet werden. Sobald man eine Kaserne errichtet hat, werden automatisch Soldaten zur Abwehr anderer Soldaten ausgebildet. Die Anzahl wird durch die Stufe der jeweiligen Kaserne bestimmt. Möchte man selbst den Angriff einleiten, so sind Kriegsschiffe notwendig. Diese haben 2 Aufgaben. Zum einen transportieren sie die Soldaten über das Meer, zum anderen können Kriegsschiffe zu Außenposten auseinandergebaut werden und als Ankerpunkt zwischen Schiffe und Feindesland genutzt werden. Um eine Insel zu erobern, müssen alle Kasernen, Marktplätze und das Kontor eingenommen werden. Der Verteidiger wird zunächst Angreifer schicken um den Außenposten zu zerstören, ist dies gelungen muss ein weiteres Kriegsschiff auseinandergebaut werden, um den Angriff fortzusetzen. Sollten die Soldaten den Außenposten halten können, beginnt der Angriff auf die genannten Schlüsselpositionen. Nachdem dies erfolgreich war, erhält man die Insel und sämtliche Gebäude. Der KI-Gegner, dem diese Insel gehört, wird natürlich zurückschlagen. Es ist also ratsam eine gewisse Anzahl Kasernen auf sämtlichen Inseln zu bauen. Sollte der KI-Gegner mit der Eroberung einer Insel erfolgreich sein, sollte diese schleunigst zurückerobert werden. Bereits wenige Minuten nach der Eroberung reißt der KI-Gegner sämtliche Gebäude auf der Insel ab und errichtet eine neue Siedlung. Welchen Sinn ein solches Vorgehen hat, bleibt aber unverständlich. Die Steuerung der jeweiligen Soldaten geht etwas schwerfälliger vonstatten, als das Aufbauen einer Siedlung. Das manövrieren mehrerer Schiffe erweist sich als ermüdend, da es keine Möglichkeit gibt, mehrere Einheiten auszuwählen.

Geschichte:
Laut den Entwicklern wurde auf den Storymodus großer Wert gelegt. Dieser soll für geübte Spieler erst nach 25 Stunden vorbei sein. Die Missionsziele sind aber recht übersichtlich. Mal soll eine bestimmte Menge an Waren abgebaut bzw. produziert werden, ein anderes Mal ist es nötig neue Inseln zu besiedeln und im späteren Verlauf der Kampagne sind auch militärische Konflikte ein Missionsziel. Die Zwischensequenzen sind langweilige Standbilder, die langsam von einer Ecke des Bildschirms zur anderen wandern und dabei den Eindruck von Videomaterial vermitteln wollen. Hier hätte man sich mehr Mühe geben können.



Sound und Grafik:
Soundtechnisch ist das Spiel solide, gute deutsche Sprachausgabe und nette Geräuschkulisse. Musik ist vorhanden, aber nicht der Rede wert. Grafisch macht das Spiel auf jeden Fall eine gute Figur. Netter Comiclook und tolle Animation machen das Spiel ansehnlich. Schade nur, dass es bei voll ausgebauten Siedlungen zu Rucklern kommen kann.

Fazit:
Anno auf der Wii. Wie zum Teufel soll das funktionieren. Die PC-Teile der Anno-Reihe sind komplex. Die einfache Antwort, alles etwas reduzieren, kein Mini-Spiel daraus machen und neue, sinnvolle Dinge hinzufügen. So wurden die Handelsrouten gestrichen und die Warenvielfalt auf 16 Waren reduziert. Hinzugekommen sind aber die Spezialisten und das Technologiesystem. Alles gute Einfälle. Auch wenn der Titel von der Grafik her den eingefleischten \"Annoholiker\" abstoßen könnte, so ist dieses Spiel, laut den Entwicklern, nicht für die PC-Spieler, sondern für den typischen Wii-Spieler. Einfacher Einstieg und eine sinnvolle Steuerung sind hier die Stichpunkte. Doch das Spiel würde auch jedem Anno-Liebhaber gefallen. Anno: Erschaffe eine neue Welt gehört eindeutig zu dem besseren Portfolio, welches die Wii zu bieten hat.

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



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Von Mathias (Apokalypse) am 22.05.2009 um 17:27 Uhr
 

Anno: Erschaffe eine neue Welt
Grafik
Sound
Steuerung
Spielspaß
Multiplayer
Gesamt 8.0 / 10












 
 

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