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[Boxart] Name: Tournament of Legends

Publisher: SEGA

Genre: Beat em Up

Spieleranzahl: 1 - 2

Pegi: 16 Jahre

USK: ab 16 freigegeben

Release: 02.07.2010



Tournament of Legends


High Voltage ist ein Entwicklerstudio, das sich mit „The Conduit“ durchaus einen Ruf geschaffen hat und während die meisten auf den Nachfolger warten, beschert man uns ein anderes Spiel um die Wartezeit nicht gar so lange erscheinen zu lassen. Im Gegensatz zu dem genannten FP-Shooter ist dies aber ein Beat ´em Up, das im vergangen Jahr sogar eine komplette Stilveränderung durchmachte. Wie macht sich also der Ausflug in das Reich der Mythologie und Fantasien? Kann High Voltage mit ihrem ersten Prügler auf Nintendos Konsole überzeugen?
Das schauen wir uns genauer an.



Das Turnier der Legenden … oder so
„Gladiator A.D.“, so sollte der Name des Spiels ursprünglich heißen, in dem brutale Gladiatoren in einer Arena aufeinander los gelassen werden. Vermutlich war das Spiel zu gewalttätig und so entschied man sich für ein Make-Over. Aus Gladiatoren wurden mythologische Figuren wie Medusa, Minotaurus oder Skeleton Warrior, die das Ziel haben die Fäden des Schicksals zu manipulieren und Unsterblichkeit zu erlangen. Insgesamt 10 dieser „Helden“ gibt es, jeder mit speziellen Eigenheiten, sodass für jeden Typ von Gamer etwas dabei sein sollte. Die 10 Figuren werden in drei verschiedene Klassen eingeteilt: Wuchtig, Robust und Schlank. Während die Wuchtigen die Langsamen mit den starken Schlägen sind, die Robusten die Allrounder, sind die Schlanken die Schnellen mit den weniger starken Angriffen. Von Beginn an stehen euch 8 Figuren zur Verfügung, die anderen 2 müssen erst frei gespielt werden.




In diesem Beat ´em Up bewegt man sich in dreidimensionalen Raum und kann Dodgen (also ausweichen), Blocken und selber Angriffe starten. Für den Standard-Angriff habt ihr drei Möglichkeiten. Einen seitlichen Hieb mit dem Schild bzw. der Zweitwaffe, ein Schlag von oben oder ein seitlicher Hieb mit dem Schwert. Während das Schild mit einem Seitwärtsschwung des Nunchucks aktiviert wird, schlägt man mit dem Schwert durch Bewegung der Wiimote, also entweder auf und ab oder seitlich, zu. Diese Aktionen werden meistens recht gut erkannt, doch leider kann man maximal einen Combo aus drei Angriffen starten. Wer sich in Bedrängnis befindet, kann auch Magie einsetzen. Der Minus-Knopf aktiviert den Zauber, den man vor dem Kampf ausgesucht hat. Nebenbei sei erwähnt, dass jeder Charakter jeden Zauber auswählen kann, nachdem er ihn in einem Kampf mit dem jeweiligen Gegner frei geschalten hat hat. Dieser Zauber kann dem Gegner Lebensenergie rauben oder den Angriff verstärken. Ebenso besitzt jeder Charakter auch vier Magie-Angriffe die alle einzigartig sind.

Informationen über die Steuerung erhält man, wenn man in den Trainingsbereich des Games geht, wo euch in einem nicht interaktiven Video die Grundlagen erklärt werden. Danach kann man auch selbst Hand anlegen. Hat man das Kontrollieren der Figuren schon halbwegs gemeistert, bleibt nicht mehr viel Auswahl. Entweder man spielt mit einem Freund im Versus-Modus, wobei es keine Online-Funktionen gibt, oder man probiert den Story-Modus aus. Die Story ist zwar bei jedem Charakter anders und wird durch Comic-Einblendungen erklärt, ist aber absolut nicht der Rede wert und zum Gähnen, sodass man diese getrost überspringen kann. Um die Geschichte einer Figur zu Ende zu bringen, müsst ihr um die 9 Herausforderungen, wobei eine aus drei K.Os besteht, hinter euch bringen. Das ist etwas langwierig. Es wäre wesentlich spannender geworden, hätte man nur 5 Akte pro Story eingebaut, die schwieriger zu bestehen sind. Diese also ungefähr 27 Kämpfe finden in unterschiedlichsten kreisförmigen aber schönen Arenen statt. In jeder dieser Orte haust ein großes Monster, das einem und eurem Kontrahenten schaden will. Mitten im Kampf wechselt die dreidimensionale, seitliche „hinter dem Rücken-Sicht“ zu einer Cut-Scene in der ihr ein Quick-Time-Event bestehen müsst, dass einen vollkommen aus dem Kampf herausreißt und den Spielfluss stört.

Habt ihr das Gegenüber endlich zu Boden gebracht, kann dieser und man selbst durch die angezeigten Bewegungen der Wiimote oder Classic Controllers die Energie wieder auffüllen. Schafft ihr es nicht vor Ablauf der Zeit den Akt zu Ende zu spielen, aktiviert sich ein Minigame, in dem ihr eure Rüstung und Leben reparieren und regenerieren könnt. Das Durchspielen bringt euch neben 2 neuen Charakteren und Zaubern nur noch Waffen, die ihr jedem Charakter anlegen könnt. So kommt wenigstens ein bisschen Individualität ins Spielgeschehen.



Klänge die vergehen und Grafik die besteht
Der Sound von „Tournament of Legends“ ist durchaus annehmbar. Es ist nichts besonderes dabei, kein Klang, keine Melodie die im Ohr bleibt. Mitten im Kampf rückt die Musikuntermalung in den Hintergrund und wird von den Gestöhne und den typisch angeberischen und sich wiederholenden Sprüchen der Protagonisten übertönt.

Die Grafik ist zumindest auf Röhrenbildschirmen sehr schön anzusehen. Die Charaktermodelle und Umgebungen sehen gut aus und auch die Effekte wissen zu gefallen. Einzig Emotion-reichere Mimik hätte den Figuren sicherlich nicht geschadet. Ob das Charakterdesign und die doch recht bunte Präsentation gefallen, gehört subjektiv bewertet. Objektiv gesehen kann man sagen, dass das Spiel einen eigenen Stil hat, wobei die Charaktere mit ihren Eigenheiten und dem Aussehen an manchen Stellen lächerlich wirken.



Fazit
Der Sound ist durchschnittlich und die grafische Präsentation ist durchaus eigen aber geschmacksabhängig. In diesem Spiel wird dem Konsumenten für den heutigen Standard jedoch viel zu wenig geboten. Angefangen bei der Anzahl der Charaktere und der Modi bis zu den Achievements. Das Spiel versucht hartnäckig innovativ zu wirken, was dazu führt das einige Funktionen, wie das Minispiel oder die Unterbrechung durch die Monster in den Arenen, unnötig und aufgesetzt wirken. Das Gameplay wird durch die Steuerung in Mitleidenschaft gezogen. Man hätte statt dem Gefuchtel (oder man wählt den Classic-Controller) viel lieber Wiimotion+ verwenden sollen. Im Ganzen wirkt das Spiel wie eine Mischung aus Soul Calibur und Punch-Out im Fantasie-Universum, ist aber für meinen Geschmack von der Kampfgeschwindigkeit viel zu langsam und bietet zu wenig Action. Dieses Spiel ist was für Leute die ihre Angriffe planen und auch offen für neues im Prügel-Genre sind. Wer ein richtiges Beat ´em Up haben will, sollte sich woanders umsehen. Wenn es unbedingt „Tournament of Legends“ sein muss, sollte man es sich zumindest vorher leihen, um den Kauf nicht im Nachhinein zu bereuen.

Vielen Dank an SEGA für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!



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Von Thomas am 12.07.2010 um 17:43 Uhr
 

Tournament of Legends
Grafik
Sound
Steuerung
Spielspaß
Multiplayer
Gesamt 6.0 / 10












 
 

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